Zentrum für Refraktive Chirurgie Münster, Hohenzollern-Klinik, Hohenzollernring 57, 48145 Münster, Tel.: 0251 987 789 - 0, info@refraktives-zentrum.de

Fragen & Antworten

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit unseren Behandlungsmethoden.

Grundsätzliches
1. Wer ist für eine LASIK geeignet?
2. Ich bin kurzsichtig. Kann ich mit LASIK behandelt werden?
3. Ich bin weitsichtig. Kann ich mit LASK behandelt werden?
4. Ist Alterssichtigkeit (Lesebrille im Alter) behandelbar?
5. Wo liegt der Unterschied zwischen PRK , LASEK und LASIK?
6. Muss ich vor der OP etwas besonders beachten?
7. Wird die Behandlung ambulant oder stationär vorgenommen?
8. Wie lang muss ich mich nach einem Eingriff einschränken?
9. Welche Risiken und Nebenwirkungen sind zu erwarten?
10. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung?
11. Werde ich für den laserchirurgischen Eingriff krank geschrieben?
12. Gibt es eventuell Spätfolgen und können diese schon zum jetzigen Zeitpunkt beurteilt werden?

Fragen zur Behandlung
1. Wird die Behandlung ambulant oder stationär vorgenommen?
2. Ist der refraktive Eingriff schmerzhaft?
3. Muss ich vor der Behandlung etwas besonderes beachten?
4. In welchem Abstand werden die beiden Augen operiert?
5. Wie lange dauert die Behandlung?
6. Wie lange hält das Behandlungsergebnis an?
7. Ist eine Nachbehandlung möglich, wenn mit dem ersten Eingriff kein optimales Ergebnis erzielt worden ist?
8. Kann man durch die Laserbehandlung blind werden?
9. Gibt es Nebenwirkungen?

Fragen nach der Behandlung
1. Was passiert in den ersten Tagen nach der Behandlung?
2. Wie viele Kontrollen sind nötig?
3. Muss ich mich einschränken?
4. Wann kann ich nach der Behandlung wieder scharf sehen?
5. Wann kann ich wieder Autofahren?
6. Kann oder muss ich nach der Behandlung wieder Brille oder Kontaktlinse tragen?

Grundsätzliches

1. Wer ist für eine LASIK geeignet?
LASIK-Patienten sollten mindestens 18 Jahre alt sein, weil erst im Erwachsenenalter das Wachstum des Auges abgeschlossen ist. Die Fehlsichtigkeit sollte stabil sein, d.h. sich in den letzten ein bis zwei Jahren nicht wesentlich verändert haben. Augenkrankheiten wie z.B. Grauer oder Grüner Star können gegen eine Operation sprechen. Bestimmte Allgemeinkrankheiten (z.B. Rheuma) und auch Medikamente können die Heilung der Hornhaut beeinflussen. Informieren Sie uns auch über evtl. allgemeine Erkrankungen oder Dauermedikamente. Von einer Behandlung während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte abgesehen werden.

2. Ich bin kurzsichtig. Kann ich mit LASIK behandelt werden?
Kurzsichtigkeit bis ca. -10 Dioptrien kann mittels LASIK korrigiert werden. Voraussetzung ist allerdings bei höherer Kurzsichtigkeit eine ausreichend dicke Hornhaut.

3. Ich bin weitsichtig. Kann ich mit LASK behandelt werden?
Weitsichtigkeit lässt sich bis zu Werten von ca. +5 Dioptrien mit der LASIK Methode korrigieren.

4. Ist Alterssichtigkeit (Lesebrille im Alter) behandelbar?
Die Hälfte unserer Patienten ist über 45 Jahre alt und somit altersichtig, d. h. sie brauchen nach einer Laserbehandlung - genau wie von Geburt Normalsichtige Personen - eine Lesebrille. Leider ist zur Zeit eine Korrektur der reinen Alterssichtigkeit nicht zufriedenstellend möglich. Die Ursache ist eine mit zunehmendem Alter nachlassende Flexibilität der Augenlinse und kein Fehler im optischen System Auge bzw. an der Hornhaut, wo die Laserung angewendet werden kann. Kompromisslösungen wie Monovision sind verfügbar oder, wie beispielsweise multifokale Laserbehandlungen, in Entwicklung. Als Referenzzentrum des Laserherstellers Bausch & Lomb werden wir mit zu den Ersten gehören, die diese Korrekturen anbieten können.

5. Wo liegt der Unterschied zwischen PRK , LASEK und LASIK?
Bei der PRK und auch bei der LASEK wird der Laser nach Abtragen der Hornhautdeckschicht direkt auf der darunter liegenden Hornhautoberfläche angewendet. Bei der LASIK wird zunächst mit einem sog. "Mikrokeratom" ein Hornhautscheibchen präpariert, zurückgeklappt und der Laser quasi im Inneren der Hornhaut angewendet. Nachteil der PRK und LASEK gegenüber der LASIK ist die längere Heilungsphase und das Auftreten von Schmerzen während der ersten zwei bis drei Tage nach der Behandlung.

6. Muss ich vor der OP etwas besonders beachten?
Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, dürfen diese ca. 14 Tage (weiche Linsen) und 21 Tage (bei formstabilen Linsen) sowohl vor den Voruntersuchungen als auch vor der Behandlung nicht mehr getragen werden. Nur so ist gewährleistet, dass wir exakte Messwerte bekommen, denn Kontaktlinsen können Ihre Hornhaut stark verformen. Durch die Tragepause entspannt sich Ihre Hornhaut wieder. Benutzen Sie in dieser Zeit bitte Ihre Brille.

7. Wird die Behandlung ambulant oder stationär vorgenommen?
Der Eingriff erfolgt ambulant. Eine Narkose ist nicht notwendig, da das Auge mit Tropfen schmerzunempfindlich gemacht wird. Selbstverständlich können Sie auf Wunsch von uns ein Beruhigungsmittel bekommen.

8. Wie lang muss ich mich nach einem Eingriff einschränken?
Sie sollten sich für ca. 1-2 Tage körperlich etwas schonen. Eine gute Sehfähigkeit ist bei LASIK allerdings bereits am Tag nach dem Eingriff wiederhergestellt. Nach PRK oder LASEK dauert die Wiederherstellung der Sehfähigkeit etwas länger, im allgemeinen 1 Woche; dies ist auch von der Höhe der Korrektur abhängig. Der Aufenthalt in staubiger Umgebung und das Reiben am Auge sollten auf jeden Fall vermieden werden.

9. Welche Risiken und Nebenwirkungen sind zu erwarten?
Das Risiko ernsthafter Komplikationen ist allgemein als äußerst gering einzuschätzen, jedoch nie ganz auszuschließen. Komplikationen sind jedoch nicht mit bleibenden Schäden gleichzusetzen. Die meisten Komplikationen heilen folgenlos aus. Bei LASIK liegt die Komplikationsrate statistisch unter 1%. Voraussetzungen für ein optimales Ergebnis ist einerseits die Erfahrung des durchführenden Augenarztes und andererseits die Zuverlässigkeit des Patienten bei der Beachtung und Durchführung der Behandlungsanweisungen für die Zeit nach der Behandlung.

10. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung?
Sind Sie privat versichert, empfehlen wir, Rücksprache mit Ihrer privaten Krankenkasse zu halten, da in einige Fällen die Kosten ganz oder teilweise übernommen werden. Nach der Voruntersuchung erhalten Sie von uns auf Wunsch einen Heil- und Kostenplan, den Sie bei Ihrer privaten Krankenkasse einreichen können. Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse ist grundsätzlich nicht möglich, da die LASIK und andere refraktiv-chirurgische Eingriffe als nicht erstattungsfähige Operationen eingestuft sind. Der Hintergrund: Der Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen hat in seiner Sitzung am 10. Dezember 1999 beschlossen, die Richtlinie über die Einführung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden neu zu fassen. Laut der Richtlinie über die Bewertung ärztlicher Untersuchungs- und Behandlungsmethoden gemäß § 135 Abs. 1 SGB V zählen die Verfahren der refraktiven Chirurgie - und damit auch die LASIK- zu den Verfahren, "die nicht als vertragsärztliche Leistungen zu Lasten der Krankenkasse erbracht werden dürfen".

11. Werde ich für den laserchirurgischen Eingriff krank geschrieben?
Nein. In der Regel sind Sie aber nach 1-2 Tagen wieder arbeitsfähig.

12. Gibt es eventuell Spätfolgen und können diese schon zum jetzigen Zeitpunkt beurteilt werden?
Bisher unerkannte Spätfolgen sind nach heutigen Stand (über 12 Jahre Erfahrung und weltweit mehr als 10 Millionen Behandlungen) der Erkenntnisse nicht zu erwarten, allerdings auch nicht vollständig auszuschließen.

Fragen zur Behandlung

1. Wird die Behandlung ambulant oder stationär vorgenommen?
Der Eingriff erfolgt ambulant. Eine Narkose ist nicht notwendig, da das Auge mit Tropfen schmerzunempfindlich gemacht wird.

2. Ist der refraktive Eingriff schmerzhaft?
Nein, ihr Auge wird lediglich mit Tropfen betäubt. Nach einer LASIK-Behandlung sind normalerweise auch direkt im Anschluss keine Schmerzen zu erwarten - ein leichtes Fremdkörpergefühl (wie Sand in den Augen) in den ersten Stunden nach der OP ist eigentlich alles, was Sie als unangenehm empfinden könnten. Um die Hornhautlamelle bei LASIK exakt schneiden zu können, wird das Auge für einen kurzen Moment angesaugt. Dieses Druckgefühl sollte Sie nicht beunruhigen. Bei der PRK oder LASEK treten nach der Behandlung ein bis zwei Tage lang leichte bis stärkere Schmerzen auf, dagegen erhalten Sie Schmerzmittel.

3. Muss ich vor der Behandlung etwas besonderes beachten?
Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, dürfen diese ca. 14 - 21 Tage sowohl vor den Voruntersuchungen als auch vor der Behandlung nicht mehr getragen werden. Bitte denken Sie daran, sich bereits ab 3 - 4 Tage vor der Behandlung nicht mehr zu schminken.

4. In welchem Abstand werden die beiden Augen operiert?
In der Regel erfolgt die LASIK beider Augen an einem Tag. Beide Augen werden dann nacheinander im Abstand von ca. 15 Minuten gelasert. Auf Wunsch behandeln wir auch gern an unterschiedlichen Tagen.

5. Wie lange dauert die Behandlung?
Der operative Eingriff selbst dauert nur wenige Minuten. Da Ihre Augen sowohl vor als auch nach der Behandlung nochmals untersucht werden müssen, wird Ihr Aufenthalt bei uns in der Regel 2 Stunden betragen. Bedenken Sie, dass Sie im Anschluss nicht selbst Autofahren dürfen!

6. Wie lange hält das Behandlungsergebnis an?
Die Abtragung des Hornhautgewebes ist dauerhaft. Es kann durch Wundheilungsvorgänge aber zu einer gewissen "Regression", d. h. zu einem Rückgang des Behandlungsergebnisses kommen. Bei mäßiger Kurzsichtigkeit bis -6 Dioptrien liegt die Regressionsrate bei ca. 5 %, bei höherer Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit liegt sie bei ca. 5 - 10 % des Effektes. Nach ca. 6 Wochen (LASIK) bzw. nach 6 Monaten (PRK) sind keine Änderungen des Dioptrienwertes mehr zu erwarten.

7. Ist eine Nachbehandlung möglich, wenn mit dem ersten Eingriff kein optimales Ergebnis erzielt worden ist?
Wenn die Fehlsichtigkeit im ersten "Anlauf" nicht vollständig beseitigt worden ist oder wenn der Effekt nach einiger Zeit wieder nachlassen sollte (Regression), ist es möglich, mit dem Laser nachzukorrigieren. Manchmal führen wir die Behandlung auch gezielt in 2 Schritten durch. Die Kosten für eine evtl. Nachbehandlung werden von uns getragen. Lediglich die anschließend notwendigen Nachuntersuchungen (max. 250 €) werden Ihnen in Rechnung gestellt.

8. Kann man durch die Laserbehandlung blind werden?
Nein, denn der Laserstrahl wirkt nur an der obersten Schicht des Auges. Das Auge wird vor der Behandlung exakt vermessen und der maximale Abtrag des Lasers wird auf 20 % der Hornhautdicke begrenzt. Da die Eindringtiefe nur gering ist, ist eine Verletzung der tieferen Schichten (z. B. Linse, Netzhaut usw.) nicht möglich.

9. Gibt es Nebenwirkungen?
Nach der Behandlung kommt es zu leichten Beeinträchtigungen der Sehleistung, die in der Regel unerheblich und vorübergehend sind. Dadurch kann z. B. - eine vermehrte Blendempfindlichkeit (vor allem nachts) - die Wahrnehmung von ringförmigen Lichtreflexen um Lichtquellen - eine reduzierte Sehschärfe in der Dämmerung auftreten. Gelegentlich tritt auch ein vorübergehendes Fremdkörpergefühl im behandelten Auge auf. Die häufigste "Nebenwirkung" ist die vorübergehende Trockenheit der Augen.

Fragen nach der Behandlung

1. Was passiert in den ersten Tagen nach der Behandlung?
Für eine begrenzte Zeit müssen Augentropfen angewendet werden. Es ist sehr wichtig, dass sowohl die Kontrolltermine als auch die Anweisungen des Arztes vom Patienten exakt eingehalten werden. Die Nachbehandlung der PRK oder LASEK dauert generell länger. Bis zum Verschluss des Deckhäutchens (meist am 4. Tag nach OP) muss mehrmals kontrolliert werden . Danach wird noch einige Wochen lang mit Augentropfen in individueller Dosierung behandelt. Nach LASIK werden meist nur für eine Woche entzündungshemmende Tropfen gegeben, danach nur noch Tränenersatzmittel.

2. Wie viele Kontrollen sind nötig?
Auf jeden Fall müssen Sie das behandelte Auge am Tag nach der Behandlung kontrollieren lassen. Weitere Kontrollen sind nach einer Woche und 1 - 3 Monaten erforderlich. Wenn Sie es wünschen, können Sie an Ihren behandelnden Augenarzt überwiesen werden, der alle weiteren Termine mit Ihnen abspricht.

3. Muss ich mich einschränken?
Sauna und Schwimmbad sollten Sie für 1 Woche meiden. Ansonsten ist es sehr wichtig, dass Sie nicht am behandelten Auge reiben und die Anweisungen zur medikamentösen Nachbehandlung genau befolgen. Weitere Einschränkungen gibt es nicht.

4. Wann kann ich nach der Behandlung wieder scharf sehen?
Nach LASIK stellt sich meist am ersten bis zweiten Tag nach Behandlung ein gutes Sehvermögen ein. Nach PRK oder LASEK dauert es etwas länger. Je nachdem, wie stark der korrigierte Sehfehler war, ist nach ein bis zwei Wochen mit einer guten Sehschärfe zu rechnen, manchmal auch erst nach 4 Wochen.

5. Wann kann ich wieder Autofahren?
Nach Erreichen einer guten Sehschärfe ist eine Teilnahme am Straßenverkehr wieder möglich. Individuelle Befunde (z.B. anfänglich erhöhte Blendneigung) sind zu beachten. Damit ist nach LASIK am Folgetag der Behandlung, nach PRK /LASEK nach ein bis zwei Wochen zu rechnen. Wir empfehlen, dass Sie sich auf Dauer den Korrekturvermerk aus Ihrem Führerschein streichen lassen. Eine Führerscheinbescheinigung erstellt in der Regel ein unabhängiger Augenarzt, also z. B. Ihr eigener Hausaugenarzt.

6. Kann oder muss ich nach der Behandlung wieder Brille oder Kontaktlinse tragen?
Das Ziel der Behandlung ist, dass der Patient keine Brille mehr tragen muss. Sollte dieses Ziel bei Ihnen nicht realistisch sein, können wir auf Wunsch auch eine Teilkorrektur vornehmen. Das Sehvermögen sollte für die Bedürfnisse des täglichen Lebens weitestgehend ausreichen. Dieses Ergebnis wird heutzutage bei fast allen Patienten erzielt. Dies schließt auch all diejenigen geringfügigen Rest-Fehlsichtigkeiten ein, die zwar nachweisbar bleiben, für den Patienten im täglichen Leben aber keine Beeinträchtigung darstellen. Es ist jedoch möglich, dass unter besonderen Bedingungen, z. B. bei nächtlichem Autofahren, die Verwendung einer geringfügigen, zusätzlichen Brillenkorrektur vorübergehend ratsam sein kann. Auch eine Kontaktlinsenkorrektur ist möglich.