
Bei der AK bzw. LRI werden in der Hornhaut mit einem Diamantmesser zwei bogenförmige tiefe Schnitte angebracht. Durch diese Schnitte wird die Hornhaut in der Achse des Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) entspannt, es kommt zu einer Reduzierung des Astigmatismus.
AK bzw. LRI sind geeignet zur Reduzierung des hohen Astigmatismus besonders nach Kataraktoperationen (Operation des Grauen Stars) oder nach Keratoplastik (Hornhauttransplantation). Allerdings ist die Genauigkeit für eine Vollkorrektur zu gering.
In einigen Fällen kommt es zu einem irregulären Astigmatismus. Zudem ist eine Epitheleinwachsung in die Schnitte möglich. In seltenen Fällen ist eine Perforation des Auges möglich.
Als Kontraindikationen gelten grundsätzlich chronisch progressive Hornhauterkrankungen, Kollagenosen, Behandlungen unter dem 18. Lebensjahr und instabile Refraktion.


Zur Korrektur von Kurzsichtigkeit mit dem INTACS-Verfahren werden in die äussere Hornhaut schmale Tunnel gefräst, in die halbbogenförmige Ringspangen aus Plexiglas (PMMA) eingesetzt werden. Es gibt mehrere verschiedene Stärken dieser intrakornealen Ringsegmente (ICRS). Die Ringspangen sind bei genauem Hinsehen makroskopisch durch ihre Reflexe erkennbar.
Der etablierte Anwendungsbereich von INTACS umfasst niedrigere Kurzsichtigkeiten bis ca. –5 Dioptrien. In diesem Bereich ist nach der Korrektur das Tragen einer Brille häufig nicht mehr erforderlich. Für die Behandlung von Hyperopien (Weitsichtigkeit) und Astigmatismen (Hornhautverkrümmungen) wird das Verfahren derzeit erforscht.
Grundsätzlich nimmt mit der Höhe der angestrebten Korrektur die Häufigkeit von Nebenwirkungen zu. Möglich sind optisch störende Nebeneffekte wie die Wahrnehmung von Halos und vermehrte Blendungsempfindlichkeit, die gerade bei höheren Korrekturen und großen Pupillen häufiger sind. Auch kann durch die Ringspangen ein Astigmatismus erzeugt werden, der in Einzelfällen bis zu 2 Dioptrien betragen kann. Werden implantierte Intacs zu einem späteren Zeitpunkt wieder entfernt, so kehrt die Refraktion in der Regel nach einiger Zeit wieder zu der Kurzsichtigkeit vor der Behandlung zurück.