
Seit 1983 wird ein sogenannter Excimer-Laser an der menschlichen Hornhaut eingesetzt.
Zunächst geschah dies, um oberflächliche Trübungen zu entfernen.
Seit 1988 werden routinemäßig Korrekturen der Brechkraft durchgeführt. Moderne Flying-spot Laser mit automatischem Nachführsystem zur Kompensation der Augenbewegungen des Patienten stellen derzeit die präzisesten und sichersten Instrumente zur Behandlung der meisten Patienten dar.
Die Laserverfahren umfassen derzeit die LASIK, für dünne Hornhäute die LASEK. Zur Trübungsbeseitigung wird die PTK eingesetzt.
Alternativ zur LASIK wird in manchen Fällen eher zu einer Behandlung auf der Hornhautoberfläche geraten. Es wird also auf den sogenannten Flap (Hornhautdeckelchen) verzichtet.
Hierbei wird zunächst die oberste Deckzellschicht, das Epithel, im Behandlungsbereich entfernt oder diese Schicht wird vorrübergehend zur Seite geschoben. Hierzu wird das Epithel bei der LASEK mit Alkohol gelöst. Bei der Epi-LASIK wird das Epithel mit einem speziellen Intsrument präpariert. Anschließend wird mit dem Excimer-Laser die Hornhautoberfläche modelliert, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Mit Hilfe modernster Technik werden auch kleinste Augenbewegungen genaustens erfasst und der Laserstrahl nachjustiert, damit kein Laserstrahl sein Ziel verfehlt. Nach der Laserbehandlung kann das Epithel wieder zurückgelegt werden. Eine Verbandslinse, die auf das Auge gesetzt wird, sorgt für eine schnelle Heilung und Regeneration des Epithels.
Heilverlauf
Im Gegensatz zu einer LASIK ist bei einer LASEK für ca. 3 Tage mit Schmerzen zu rechnen. In der Anfangszeit kann eine erhöhte Licht- und Blendempfindlichkeit auftreten.
Nachdem sich das Epithel in ca. 2-4 Tagen neu gebildet hat, sind die Beschwerden vorüber. Eine annähernd normale Sehschärfe wird nach etwa 1-4 Wochen erreicht. Daher sollten sie sich nach der Operation ca. 1 Woche Urlaub gönnen.