Zentrum für Refraktive Chirurgie Münster, Hohenzollern-Klinik, Hohenzollernring 57, 48145 Münster, Tel.: 0251 987 789 - 0, info@refraktives-zentrum.de
Acrysof Cachet Implantat
Kurzsichtig und dennoch scharf sehen ohne Brille oder Kontaktlinsen: Die Implantation der Vorderkammerlinse macht es möglich. Das Münsteraner „Zentrum für Refraktive Chirur gie“ hat die Einführung dieser noch relativ unbekannten Methode begleitet.

Stark kurzsichtig – und doch ohne Brille scharf sehen

Spezielles Linsen-Implantat schafft Hilfe – Methode noch ziemlich unbekannt

Münster – Stark kurzsichtig sein und trotzdem scharf sehen? „Ja, das geht, sogar ohne Brille oder Kontaktlinsen.“ Diese für den Laien überraschende Feststellung trifft der Münsteraner Augenarzt Dr. Suphi Taneri. Augenheilkunde und Medizintechnik arbeiten schon länger daran. Nach zehnjähriger Entwicklungs- und Testphase gibt es mit der „Acrysof cachet Vorderkammerlinse“ eine einfache Lösung. Das kleine Implantat mit der großen Wirkung hält derzeit Einzug in die augenärztliche Praxis. Das „Zentrum für Refraktive Chirurgie“ in Münster hat bei der Implantation und der Verträglichkeit der Linse im Auge sehr gute Erfahrungen gemacht.

Die Vorderkammerlinse ist in der Öffentlichkeit noch ziemlich unbekannt, obwohl ähnliche Modelle schon seit mehr als 20 Jahren verwendet werden. Sie wird durch einen kleinen, schmerzfreien Eingriff des Arztes dauerhaft ins Auge gesetzt. Die „eingebaute“ Kontaktlinse ist hauchdünn und wird vor die körpereigene Augenlinse platziert, um scharfes Sehen bei stark Kurzsichtigen zu ermöglichen. „Diese Behandlungsmethode kommt zum Einsatz, wenn eine laserchirurgische Korrektur des Sehfehlers nicht angebracht erscheint, weil beispielsweise die Dioptrienwerte dafür zu hoch sind“, sagt Dr. Taneri. Die neue Methode biete Patienten zusätzliche Sicherheit dadurch, dass sich das verwendete Acrysof-Material schon millionenfach bei Grauer-Star-Operationen bewährt habe und das Implantat auch leicht wieder entfernt werden kann, wenn eines Tages von der Implantation unabhängige Veränderungen am Auge auftreten sollten.
Die Linse wurde speziell für starke Kurzsichtigkeit mit Dioptrienwerten von minus 6 bis minus 16,5 entwickelt. Sie kann also Sehfehler berichtigen, die für eine Korrektur mit dem Laser zu hohe Werte haben. „Der Griff zur Brille oder den Rein-Raus-Kontaktlinsen wird damit überflüssig“, so Dr. Taneri. Die Linse kann nach Angaben des Augenarztes allerdings keine Hornhautverkrümmung ausgleichen: „Dafür gibt es andere Linsenmodelle oder zusätzlich den Laser. Diese Linse sollte auch nicht bei chronischen Augenentzündungen eingesetzt werden.“

Das Münsteraner Zentrum für Refraktive Chirurgie am Hohenzollernring 57 zählt deutschlandweit zu den ersten Adressen für Laserbehandlungen am Auge. Refraktive Chirurgie korrigiert dauerhaft        Kurz-, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung („Freiheit ohne Brille“).

21. Mai 2010

 

 

 

Münsteraner Augenärzte verschaffen Kollegen Durchblick in ihrer Disziplin

Zentrum für Refraktive Chirurgie erhält Europa-Preis für wissenschaftliche Darstellung

Münster – Das „Zentrum für Refraktive Chirur­gie“ aus Münster verschafft nicht nur Patienten Durchblick, sondern auch Europas Augenärzten. Das Kompetenzteam für komfortables Sehen um Augenarzt Dr. Suphi Taneri ist für die beste wissenschaftliche Darstellung seiner Disziplin mit dem ersten Preis der „European Society of Cataract and Refractive Surgeons“ (ESCRS) ausgezeichnet worden. Kriterien waren Originalität, Relevanz und Klarheit der Darstellung.

Das Münsteraner Zentrum unterrichtet Augenärzte, die sich auf refraktive Chirurgie spezialisiert haben. Deutschlandweit gilt das Team vom Hohenzollernring 57 als eine der ersten Adresse für Laserbehandlungen am Auge. Refraktive Chirurgie korrigiert dauer­haft Kurz-, Weit­sichtigkeit und Hornhautver­krümmung („Freiheit ohne Brille“).

Den Preis konnte Taneri jetzt in Budapest vor 1.100 Augenärzten aus ganz Europa in Empfang nehmen. Die selbsterklärende Münsteraner Präsentation vergleicht in Bild und Text verschiedene Laserbehandlungsmethoden bei Kurzsichtigkeit und dient bei Vorträgen auf internationalen Kongressen und am Praxis-PC dem raschen Wissenstransfer unter Fachkollegen. Die refraktive Chirurgie erneuert ihre Behandlungsmethoden ständig und hat technische Innovationszyklen wie kein anderes medizinisches Fachgebiet.

Derzeit arbeitet man am Hohenzollernring an einer gemeinsamen Publikation mit der University of Illinois in Chicago. Das im Jahr 2002 aus der Augenabteilung am St. Franziskus Hospital gegründete Zentrum mit fünf Augenärzten und drei Mitarbeiterinnen hat bereits für eine Studie zur Hornhautquervernetzung den Förderpreis der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft erhalten.

ESCRS ist in Europa die führende Organisation für Katarakt- (Grauer Star) und refraktive Chirurgen. Die Gesellschaft zählt weltweit mehr als 4.000 Mitglieder aus über 90 Ländern und dient als Forum zum wissenschaftlichen Know-how-Austausch von Augenärzten.

1. März 2010

 

 

 

 

Erneute Wahl zum Referenzzentrum und Erhalt des Sicca Förderpreises

 Im September 2008 wurde anlässlich der Tagung der European Society of Cataract & Refractive Surgery  feierlich  die Referenzurkunde der Firma Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterBausch & Lomb an das Zentrum für Refraktive Chirurgie übergeben. Große Anerkennung fand die Bereitschaft zur Ausbildung von LASIK Operateuren und Assistenzpersonal. Außerdem überzeugt das Zentrum für Refraktive Chirurgie durch langjährige Erfahrung und ausgezeichnete Ergebnisse auf dem Gebiet  der Refraktiven Chirurgie.

 Ein weiterer Grund zur Freude ist der Erhalt des Sicca Förderpreises. Auch in diesem Jahr wurden wieder für Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des Trockenen Auges Förderpreise verliehen, gestiftet durch die Firma Bausch & Lomb. Gefördert wird  die wissenschaftliche und praktische Tätigkeit in Zusammenhang mit der Erforschung, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Auges  durch Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse, praktischer Erfahrungen, Pflege der Fortbildung und durch Anregung wissenschaftlichen Arbeitens.

     

 

 

Hornhautquervernetzung statt Transplantation

Neue Hoffnung für Keratokonus-Patienten

Beim Keratokonus handelt es sich um eine zumeist auf beiden Augen auftretende, nicht entzündliche Hornhauterkrankung. Die Hornhaut ist das durchsichtige Gewebe, durch das Licht in unser Auge fällt.
Der Keratokonus führt vor allem zu einer fortschreitenden kegelförmigen Vorwölbung der Hornhaut, die das Sehen erheblich verschlechtern kann. Etwa einer von 2000 Menschen in der Gesamtbevölkerung ist erkrankt. Die Häufi gkeit ist aber regional sehr unterschiedlich und im Münsterland besonders hoch. Typischerweise beginnt der Keratokonus in der Pubertät und schreitet dann bei jedem fünften Keratokonuspatienten soweit voran, dass bisher eine Hornhauttransplantation wegen einer Vernarbung oder einer irregulären Verkrümmung durchgeführt werden musste. Bei Keratokonus Patienten treten verschiedene Symptome auf, wie zum Beispiel Schwankungen in der Sehschärfe, eine Abnahme der Sehschärfe trotz Korrektur mit Brillenglas oder Kontaktlinse, das Wahrnehmen von Lichtringen um Leuchtquellen („Halos”) sowie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit und Blendung. Anfangs können Brillen, später formstabile Kontaktlinsen die Sehleistung verbessern, sie können jedoch nicht den Krankheitsprozess aufhalten. Bei sehr fortgeschrittenen Fällen blieb bisher als einzige Therapieoption nur eine Hornhautübertragung, um bei deutlicher Sehverschlechterung eine Verbesserung des Sehvermögens zu erzielen. Diese Operation ist nicht frei von Risiken, wie Infektionen und Abstoßungsreaktionen, vor allem aber durch einen Heilverlauf von etwa 1,5 Jahren und einem aus Patientensicht nicht immer befriedigenden Ergebnis hinsichtlich der Sehschärfe gekennzeichnet.
Was ist die Hornhautvernetzung mit UV-Licht und Vitamin B?
Beim Keratokonus ist die Hornhautfestigkeit verringert, wodurch es zu einem Hervorwölben der Hornhaut und damit zu einer Sehminderung kommt. Das Ziel der Hornhautquervernetzung besteht in der künstlichen Erhöhung der Vernetzungen in der Hornhaut, um so eine ausreichende mechanische Stabilität zu erreichen. Das gleiche Prinzip benutzt der Zahnarzt, um eine Kunststofffüllung mit UV-Licht zu härten. Die Hornhautvernetzung wird derzeit weltweit nur an wenigen Zentren angeboten. Die Behandlung des Keratokonus kann ambulant oder stationär im Zentrum für Refraktive Chirurgie Münster erfolgen. Hier führen die Augenärzte am St. Franziskus-Hospital sonst (Laser-)Eingriffe durch, um Fehlsichtigen mit gesunden Augen ein brillenfreies Sehen zu ermöglichen. Bei der Hornhautvernetzung wird zunächst das Auge mit Tropfen betäubt, dann die oberste Zellschicht (das Epithel) entfernt, damit die auf das Auge getropfte Vitamin B-Lösung in die tieferen Schichten der Hornhaut eindringen kann. Anschließend wird die Hornhaut 30 Minuten lang mit UV-Licht beleuchtet, wodurch Querverbindungen innerhalb der Hornhaut erzeugt werden und die Hornhaut mechanisch stabiler wird. Die Erkrankung wird also nicht rückgängig gemacht, sondern im gegenwärtigen Stadium „eingefroren”.  Markt und Wirtschaft, April 2007

Deutschland-Premiere im Zentrum für Refraktive Chirurgie Münster

Seit  April 2007 wendet das Zentrum für Refraktive Chirurgie in Münster erstmals in Deutschland das Epi-Keratom der Firma Bausch&Lomb zur Sehfehlerkorrektur an.
Viele Menschen träumen von einem Leben ohne Brille. Brille und Kontaktlinsen stören häufig im Alltag und schränken nicht selten das natürliche Sehen ein. Mit der Zeit tritt oft eine Kontaktlinsenunverträglichkeit auf und auch die Gleitsichtbrille stellt für nicht wenige ein Handicap dar.
Mit Hilfe des Excimer-Lasers ist es seit Jahren möglich Fehlsichtigkeiten zu korrigieren.Diese Korrekturen bieten eine komfortable Alternative zu Brille und Kontaktlinsen und werden immer häufiger in Anspruch genommen.
Das bisher populärste Verfahren in der refraktiven Chirurgie ist die LASIK. Diese kommt für nicht jeden Patienten in Frage, weil beispielsweise die Hornhaut des Patientenauges zu dünn ist. Hier stellt eine oberflächliche LASIK, auch EPI-LASIK genannt, eine neuere Behandlungsmethode dar, bei der kein Schnitt in die Hornhaut erfolgt. Darum ist das Auge wenige Tage nach der Behandlung mechanisch genauso belastbar wie vorher. Patienten, welche aktiv Sport treiben, vor allem Kontaktsportarten, bei denen ein Stoß auf das Auge nicht ausgeschlossen ist, profitieren von diesem Vorteil. Patienten mit trockenen Augen haben ebenfalls Vorteile. Die Epi-LASIK wird ungefähr im selben Bereich wie die LASIK, also von ca. -8 bis +3 Dioptrien angewendet. Sie ist eine Kombination der bewährten Laserverfahren LASIK undund LASEK. Dabei wird wie im Gegensatz zur LASEK das Epithel nicht manuell mit Alkohol gelöst, sondern mit einem speziellen Keratom zur Seite geschoben. Somit ist die Epi-LASIK schonender und komfortabler. Nach der Behandlung mit dem Excimer Laser wird das Epithel dann wieder zurückgelegt und für 3 Tage mit einer weichen Verbandskontaktlinse geschützt.
Dr. med. Suphi Taneri, medizinischer Leiter des Zentrums für Refraktive Chirurgie:
„Nach unseren vorläufigen Ergebnissen scheint die EPI-LASIK ideal für diejenigen Patienten zu sein, die Angst vor dem LASIK-Schnitt haben oder die Beschwerden, die mit einer LASEK verbunden sein können, vermeiden wollen.“
Seit neustem bietet das Zentrum für Refraktive Chirurgie auch kostenfreie Kurz-Checks an, bei denen die Vor- und Nachteile verschiedener Behandlungsverfahren für den individuellen Patienten besprochen werden.

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