Falsche Iris stoppt den Laser
(22.11.2006 in den Westfälischen Nachrichten)
Scharfes Sehen ohne Brille
(08.11.2005 in den Westfälischen Nachrichten)
Mit dem Laser für ein besseres Sehen
(19.10.2005 in der Münsterschen Zeitung)
Endlich ohne Brille Sehen
(31.08.2005 in den Westfälischen Nachrichten)
Nach 20 Minuten-OP ohne Brille leben?
(14.03.2005 in der Münsterschen Zeitung)
Hoffnung bei starkem Augenleiden
(30.11.2004 in den Westfälischen Nachrichten)
Kommentar zum Monitor-Beitrag vom 09. Oktober 2003
dpa - Meldung
(22.09.2003)
Laser für ein Leben ohne Brille
(02.09.2003 in den Westfälischen Nachrichten)
Scharf sehen - ohne Brille
(31.05.2003 in den Westfälischen Nachrichten)

Neue Technik und Schulungszentrum für Augenärzte aus ganz Deutschland
Münster. Das falsche Bein amputiert, die OP-Patientin verwechselt. Unter Narkose einem Irrtum zum Opfer zu fallen – das gehört zu den Schreckbildern empfindlicher Kranker. Im Zentrum für Refraktive Chirurgie am Hohenzollernring kann das eigentlich nicht mehr vorkommen: vor dem Eingriff am Auge wird dort die Iris gescannt – passt sie nicht zu den Patientendaten, blockiert die Lasertechnik. Automatisch.
„Na, so einen Fall hatten wir hier noch nie“, sagt zwar Dr. Suphi Taneri. Er freut sich dennoch, dass er künftig von neuen technischen Entwicklungen des europaweit größten Anbieters rund um Augenoperationen eher profitieren wird als seine Kollegen. Der Hersteller Bausch & Lomb hat das Zentrum, das mit Lasern Sehfehler behandelt, zu seinem Schulungs- und Referenzzentrum gemacht. Nur am Firmensitz in München, gibt es etwas Vergleichbares. „Es gibt jedes halbe Jahr neue Entwicklungen“, sagt Taneri, „und wir sind immer auf dem neusten Stand.“ Rund 400 000 Euro kostet ein Operationslaser, mit dem am Hohenzollernring jährlich über 1000 Patienten behandelt werden. Für eine Sehstärkenkorrektur wird eine dünne Lamelle auf der Linsenoberfläche aufgeklappt, dann modelliert der Laser die Fehlstellungen auf der Oberfläche. Hunderte von Punkten werden mit Laserstrahlen bearbeitet. “Manche werben mit dem Adlerblick“, sagt der Facharzt, der mit seinen Kollegen zu der Augenabteilung am St. Franziskus gehört, “man soll nicht übertreiben.“
Immerhin: Mitunter sei die Sehschärfe im Fernbereich aber besser als mit Brille. Als Schulungszentrum werden am Hohenzollernring künftig Augenärzte aus ganz Deutschland ausgebildet. Am Wochenende und abends, betont Dr. Taneri, und nicht an Patienten. Der Markt ist noch ausbaufähig. Gibt es in Amerika jährlich Zwei Millionen OPs, sind es in Deutschland nur rund 100 000.


veröffentlicht am 08.11.2005 in den Westfälischen Nachrichten
Er kennt die skeptischen Blicke. Er weiß um die Bedenken vieler Betroffener. Und er beobachtet, dass oft zwei, manchmal auch drei Jahre vergehen, bis sich Menschen, die an einer Sehschwäche leiden, überhaupt zu einer Laserbehandlung entschließen können. „Wir hinken in Deutschland der Entwicklung hinterher“, sagt Dr. Suphi Taneri, Facharzt für Augenheilkunde am Zentrum für Refraktive Chirurgie in der Hohenzollern- Klinik in Münster.
Während in der Bundesrepublik rund 100 000 Patienten pro Jahr ihre Fehlsichtigkeit mit Hilfe von Lasik korrigieren lassen, liegt der Vergleichswert für die USA bei weit über zwei Millionen Behandlungen. „Die Methode ist dort sehr viel populärer“, sagt Taneri und weiß, dass die Navy beispielsweise ihren Mitarbeitern zwei Tage Urlaub gewährt, wenn sich ihre Soldaten, die auf Brille oder Kontaktlinsen angewiesen sind, einer Laserbehandlung unterziehen.
In Deutschland sind rund 52 Millionen Menschen fehlsichtig. Sie tragen eine Brille oder Kontaktlinsen, um die Sehschwäche auszugleichen. Nur für etwa die Hälfte kann der refraktiv-chirurgische Eingriff eine Alternative zu Brille und Linsen sein. „Alterssichtigkeit“, winkt Taneri ab, werde nicht mittels Laser ausgeglichen. Auch bei Kindern und Jugendlichen werde die Behandlung noch nicht angewendet. „DasAuge“, so erklärt der Facharzt, „muss erst ausgewachsen sein, bevor wir mit dem Laser Korrekturen vornehmen können.“
Etwa 50 Prozent der Patienten, die zu Taneri und seinen Kollegen – allesamt auch Augenärzte am St.-Franziskus- Hospital in Münster – kommen, sind 45 Jahre und älter. Sie sind kurz-, weitoder stabsichtig. Unterschiedliche Beweggründe spielen eine Rolle, sich einer Lasikbehandlung zu unterziehen. Beruf, Sport oder auchWert aufs Äußere – Gründe, die im Vorgespräch immer wieder angeführt werden.
Lasik wird seit 15 Jahren angewendet und ist seit 1999 sowohl von der deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) als auch vom Berufsverband der Augenärzte (BVA) als wissenschaftlich anerkanntes Heilverfahren eingestuft worden. Behandelbar ist mit Lasik die Kurzsichtigkeit bis minus zehn Dioptrien, die Weitsichtigkeit bis plus fünf Dioptrien und die Hornhautverkrümmung bis fünf Dioptrien.
Bei der Methode, die für denPatienten schmerzfrei verläuft, wird eine dünne Hornhautschicht, der so genannte Flap, wie ein Buchdeckel aufgeklappt und der darunter liegende Bereich sanft mittels Laser modelliert. Anschließend wird der Flap wieder zurückgelegt. Er dient gewissermaßen als körpereigenes Pflaster und verheilt ohne Nähte. Die Behandlung erfolgt ambulant – das Auge wird mit Tropfen betäubt – und dauert nur wenige Minuten.
Für 400 000 Euro hat das münstersche Zentrum nach nur drei Jahren den Laser aktualisiert. Das neue Modell, so erläutert Taneri im Pressegespräch, arbeite noch präzisier und sicherer als sein Vorgänger. Unter anderem wird die Iris exakt vermessen: Solche Szenen kennt man aus Science-Fiction-Filmen, wenn der Einlass in bestimmte Räume nur nach dem Iris- Check erfolgt. Außerdem folgt ein 3-D-Eye-Tracker den Bewegungen des Auges bei der Behandlung: Der Laser schaltet ab, sobald sich der Patient zu stark bewegt.
Entscheidend für den Erfolg der Behandlung, so betont Taneri, sei die Qualität der Voruntersuchung. Die dauere im Vergleich zum eigentlichen „Eingriff“ auch am längsten. Komplikationen sind in rund ein Prozent der Fälle bekannt. „Erblindung haben wir noch nicht erlebt“, sagt der Experte aus Münster und verweist stolz darauf, dass das Zentrum in der Hohenzollern-Klinik mit mehreren Tausend Lasereingriffen und 3000 Grauer- Star-OPs zu den größten Abteilungen in Deutschland zähle. Wer sich für Lasik entscheidet, muss den Eingriff mit rund 2000 Euro pro Auge aus eigener Tasche finanzieren – jedenfalls wenn er gesetzlich krankenversichert ist. Die privaten Krankenkassen beteiligen sich häufig an den Kosten.
Doerthe Rayen
Refraktive Chirurgie ist eine noch junge Disziplin. Der Oberbegriff bezeichnet Operationen, die die Fehlsichtigkeit des Auges korrigieren. Refraktiv bedeutet „die Brechkraft ändernd“. Eingesetzt werden vor allem die Verfahren Lasik und Lasek. Lasik (Laser in situa Keratomileusis) stellt derteit die modernste undwohl populärsteMethode dar, die Brechkraft des Auges operativ zu regulieren. Die Brechkraft des Auges wird auch mit der Brille oder Kontaktlinsen verändert.

veröffentlicht am 19.10.2005 in der Münsterschen Zeitung
Münster
Die Behandlung dauert eine gute halbe Stunde, der Laser kommt dabei pro Auge nur etwa 30 Sekunden zum Einsatz. Nach der Operation sind die Dauer-Brille oder Kontaktlinsen passé. Doch viele Menschen scheuen die so genannte refraktive Chirurgie, die Behandlung einer Sehschwäche per Laser.
„Unkenntnis und Ängstlichkeit“, macht Augenarzt Dr. Suphi Taneri bei vielen Interessierten aus. Wenn Bekannte allerdings von einer erfolgreichen OP berichteten, seien viele schnell überzeugt, betont der geschäftsführende Gesellschafter des Zentrums für Refraktive Chirurgie am Hohenzollernring. An den Informationsabenden kommen deshalb nun auch bereits behandelte Patienten zu Wort.
Neben modernster Lasertechnik machen gut ausgebildete Spezialisten, umfassende Beratungsgespräche sowie die Vor- und Nachsorge den Erfolg des Zentrums in der Hohenzollern- Klinik aus, welches die Augenärzte am St. Franziskus-Hospital 2002 ins Leben gerufen haben, meint Taneri.
Neueste technische Errungenschaft: Der Excimer Laser 217z 100, der die Behandlung noch schneller und sicherer machen soll. Eine Iriserkennung soll für größte Sicherheit sorgen, ein 3-D-Eye-Tracker folgt zudem den Bewegungen des Auges 240 Mal pro Sekunde, damit kein Laserpuls sein Ziel verfehlt. Der Laser platziert seine Impulse 100 Mal in der Sekunde.
Als Beispiel für die Genauigkeit der Laser-Geräte zeigt der Augen-Spezialist die Vergrößerung eines menschlichen Haares – „Boston“ ist sauber darin eingraviert, es sieht aus wie ein Schild. Boston, da sitzt mit der renommierten Harvard Medical School auch der wissenschaftliche Partner des Zentrums.
Die Laserbehandlung ist nach Aussage des Spezialisten schmerzfrei – ein Griff unter den Laser beweist: das stimmt.
Burkhard Beintken
Die Kosten für die Laserbehandlung inklusive Vor- und Nachuntersuchungen betragen etwa zwischen 4000 und 5000 Euro. Sie werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Bei privaten Kassen sei dies Verhandlungssache, so der Augenarzt Dr. Suphi Taneri. Die letzten Informationsabende in diesem Jahr beginnen am Dienstag, 25. Oktober und am Dienstag, 29. November, jeweils um 18.30 Uhr in der Hohenzollern-Klinik, Hohenzollernring 57.
veröffentlicht am 31.08.2005 in den Westfälischen Nachrichten
Lutz Schmidt aus Hörstel hat einen ungewöhnlichen Traum - zumindest für einen Urwestfalen. Der 18-Jährige will unbedingt Kapitän werden. "Das liegt in der Familie, alle meine Vorfahren sind zur See gefahren. Und ich, ich fühle mich auch nur auf dem Wasser wohl", sagt der Abiturient voller Überzeugung. Da gab es bis vor kurzem nur ein kleines, aber entscheidendes Problem. Denn ein Kapitän zur See braucht zwei Dinge: Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und gute Augen.
Genau die jedoch hatte Lutz Schmidt leider nicht. Seit seinem elften Lebensjahr trug der passionierte Segler und Surfer wegen seiner beidseitigen Kurzsichtigkeit von drei Dioptrien Kontaktlinsen. Weil er nach dem Abitur seinen Traum erfüllen und in Bremen Nautik studieren will, er das Studium aber nur mit einer Sehschärfe von mindestens 70% ohne Brille oder Kontaktlinsen aufnehmen darf, suchte und fand er in Münster Hilfe. Nach einer eingehenden Voruntersuchung empfahl ihm Dr. Suphi Taneri, Augenarzt im „Zentrum für Refraktive Chirurgie Münster" am Hohenzollernring und Mitglied des erfahrenen Ärzteteams am münsterischen St. Franziskus-Hospital, eine Operation nach der „LASIK Methode.
"Die Erfolgsaussichten der LASIK sind sehr hoch", erläuterte Dr. Suphi Taneri dem Kapitän in spe. Sie eigne sich für Kurz- und Weitsichtige im Bereich von maximal +5 bis -10 Dioptrien sowie für Patienten mit einer Hornhautverkrümmung. „Die Wirkung ist so, als ob das Brillenglas in die Hornhaut eingeschliffen wird", bringt er das Verfahren auf den Punkt. Dabei seien Risiko und Nebenwirkungen eines solchen ambulanten Eingriffs gering. Trotzdem möchte der erfahrene Mediziner keine falschen Hoffnungen wecken: „Am wichtigsten bei dieser Behandlung sind das intensive Vorgespräch mit dem Patienten und die vorbereitenden Untersuchungen. Denn jedes Auge ist einzigartig und so muss zunächst gründlich abgeklärt werden, ob diese Operation überhaupt in Frage kommt."
Für den bereits ausgewachsenen Lutz Schmidt mit seinem in den vergangenen Jahren stabil gebliebenem Sehfehler kam sie in Frage. Dennoch war dem Abiturienten unter dem Laser ein wenig mulmig zumute. Zum Glück begleitete ihn seine Lebensgefährtin Yvonne Rose, die ihm mit ihrer Zuversicht Mut machte. Mutter Roswitha Schmidt wartete indessen lieber vor dem Behandlungszimmer. Für sie war die Aufregung einfach zu viel. Dabei war alles halb so schlimm: "Bei keiner anderen Operation würden Lebenspartner oder Familienmitglieder freiwillig zusehen, bei der LASIK schon", weiß Dr. Suphi Taneri. Denn der minutenschnelle Einqriff verläuft unblutig unter der Kontrolle aufwendiger Apparate.
Das Gesicht wird abgedeckt, das zu operierende Auge wird per Klebefolie und Lidhalter offen gehalten. Eine Ultraschallsonde misst die Hornhautdicke. Anschließend wird mit einem hochpräzisen Roboter-Skalpell eine dünne Schicht der Hornhaut präpariert und wie ein Buchdeckel aufgeklappt. Der Laser modelliert dann die jetzt freiliegende Schicht der Hornhaut auf den tausendste1 Millimeter genau und korrigiert die Fehlsichtigkeit. Zu guter Letzt klappt der Arzt den Deckel zurück. Fertig. Und alles hat nicht einmal eine Minute gedauert. Nach einer kurzen "Erholungspause" ist das zweite Auge an der Reihe und schon ist es für Lutz Schmidt überstanden. "Es ist wirklich absolut schmerzfrei, ich würde es wieder tun", freute sich der sichtlich erleichterte Patient und machte schon direkt nach dem Eingriff wieder Scherze über die Operation. "Es sah gefährlicher aus als es war und ich freue mich für Lutz, dass jetzt alles in Ordnung ist", befand Freundin Yvonne, die es keineswegs bereute, zugesehen zu haben.
Nach einer halben Stunde, die sich Lutz Schmidt mit einer Tasse Kaffee und einem Schokoriegel vertreibt, macht Dr. Suphi Taneri den ersten Sehtest. Das Ergebnis: Der 18- Jährige ist jetzt völlig normalsichtig, ganz so, als habe er niemals Sehhilfen gebraucht. Dennoch wird Lutz Schmidt den Tag seiner Augen-Operation nie vergessen. Zum einen, weil er den Eingriff auf DVD hat aufnehmen lassen und zum anderen, weil der Verwirklichung seines Lebenstraums nun nichts mehr im Wege steht.

Refraktive Chirurgie stellte sich vor
veröffentlicht am 14.03.2005 in der Münsterschen Zeitung
Münster - Einen ersten „Tag der offenen Tür“ veranstaltete das Zentrum für refraktive Chirurgie am Samstag in der Hohenzollernklinik. Bei refraktiver Chirurgie handelt es sich um die Korrektur von Fehlsichtigkeiten per Laser oder das Einsetzen von festen Linsen in das Auge.
„Die Nachfrage nach solchen Eingriffen ist enorm gestiegen,“ erklärt Dr. Suphi Taneri, „wobei wir im Vergleich mit den USA noch weit hinterher hinken.“ Rund 250 Besucher kamen über den Tag verteilt in die Klinik, um sich über die neuen Methoden zu informieren. Neben stündlichen Kurzvorträgen machten sich die Gäste mit den Untersuchungsgeräten und dem Operationssaal vertraut und hatten die Möglichkeit zum Gespräch mit Ärzten und ehemaligen Patienten.
„Bereits operierte Personen einzuladen war uns sehr wichtig,“ erklärt Stefanie Kraft von der Geschäftsführung, „Ärzte können viel über die Methoden erzählen, letztlich wiegen die Erfahrungen von Ehemaligen schwerer.“
40 Fehlsichtige werden durchschnittlich im Monat operiert. Die Patienten kommen in die Klinik und werden in rund 20 Minuten unter lokaler Betäubung operiert. Danach wird der Patient nach Hause überführt und kann innerhalb von 24 Stunden ohne Sehhilfe scharf sehen.
„Ein ganz neues Lebensgefühl,“ bestätigt Agnes Holzki, eine ehemalige Patientin. Doch Taneri weist auch auf die Risiken einer solchen Operation hin: „Ein gewisses Restrisiko ist immer da, aber dafür veranstalten wir auch den Tag der offenen Tür.“ Wer sich weiter über die Vor- und Nachteile der refraktiven Chirurgie informieren möchte, kann an den monatlich stattfindenden Informationsabenden teilnehmen. - JEP
veröffentlicht am 30.11.2004 in den Westfälischen Nachrichten
Was bisher für Menschen mit starker Weitsichtigkeit häufig ein unerfüllter Wunsch war, ist seit neuestem medizinisch möglich: Mediziner wie die im Zentrum für Refraktive Chirurgie Münster bieten neben etablierten Augenlaserverfahren wie der LASIK jetzt auch Patienten mit mehr als 4-6 Dioptrien die Korrektur ihrer Sehschwäche an.
Zwar konnte schon bisher durch die Implantation von Kunstlinsen in das Augeninnere die Brechkraft stark weitsichtiger Augen korrigiert werden, jedoch ist diese Methode durch den häufig zu engen Raum zwischen Hornhaut und eigener Linse begrenzt.
Bei der neu entwickelten Permavision dagegen wird ein linsenförmiges Implantat direkt in die Hornhaut eingesetzt. Nach eingehenden Voruntersuchungen wird die Hornhautschicht des Auges aufgeklappt, das entsprechende Implantat eingesetzt und die Hornhautschicht wieder darüber gelegt. Eine Naht ist nicht erforderlich.
In den USA sind Vorläufer der Permavision-Implantate bereits seit einigen Jahren bekannt. Das Zentrum für Refraktive Chirurgie Münster arbeitet mit der Havard-University in Boston zusammen und hat sich entschieden, das Verfahren als nach eigenen Angaben erstes Zentrum der Region anzubieten.
Münster (dpa) - Sabine Kreis legt ihr Kinn auf die Halterung und drückt ihre Stirn fest gegen das kühle Plastik. Dann blickt sie in das Gerät zur Hornhautvermessung. Vor den Augen der Patientin drehen sich Spiralen aus orangefarbenem Licht. Ein Computer wertet die Messdaten aus. Das Ergebnis zeigt deutlich eine normale Hornhaut. Keine Spur mehr von der Hornhautverkrümmung, die der Patientin jahrelang zu schaffen machte.
Länger als 25 Jahre trug die Münsteranerin Brille und Kontaktlinsen. Vor wenigen Monaten hat sie ihre Sehhilfen eingemottet - Dank einer Laserkorrektur der Augen. «Ich fühle mich wie neugeboren», erklärt die 38-Jährige. Vor der Operation hatte sie eine Sehkraft von höchstens 20 Prozent. Nun sei die Sehkraft wieder vollkommend hergestellt, sagt Mediziner Suphi Taneri stolz.
Taneri ist Augenarzt am Franziskus-Hospital in Münster. Zusammen mit vier seiner Kollegen gründete er ein Zentrum für Refraktive Chirurgie. «Das Lasern habe ich in den USA gelernt», sagt Taneri. Die Laser-Therapie, als Lasik-Methode bekannt, sei die gängigste Methode, die Sehschärfe zu korrigieren. «Auf diese Weise können wir Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmung mildern oder ganz beheben.» In Deutschland ist dieses Verfahren nach Angaben des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA) in Düsseldorf seit Mitte der 90er Jahre bekannt.
Gerade für gezieltes und kleinflächiges Arbeiten sei Laser geeignet, weil die Moleküle exakt Schicht für Schicht abgetragen werden könnten. «Man braucht etwa 200 Schuss aus dem Laser, um ein menschliches Haar zu durchtrennen», beruhigt Taneri. Bei der Lasik- Methode schneidet der Experte mit Hilfe eines Roboterskalpells zunächst ein dünnes Scheibchen der Hornhaut teilweise ab und klappt dieses auf. Dann kommt der Laser zum Einsatz. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten. Danach klappt Taneri das Hornhaut-Scheibchen zurück, das sich selbst festsaugt. «Es war schon ein seltsames Gefühl - vor allem, weil man alles von unten beobachten kann», sagt seine Patientin Sabine Kreis. «Aber es tut nicht weh».
«Grundsätzlich können wir Fehlsichtigkeit in einem Bereich von minus zehn Dioptrien bis plus fünf Dioptrien korrigieren», erklärt Taneri. Wichtig sei jedoch, dass das Auge ausgewachsen sei. «Deswegen sollten die Patienten über 18 Jahre alt sein und seit mindestens einem Jahr die gleichen Dioptrienwerte haben».
Etwa 150 Einrichtungen bieten nach Aussage des Verbands der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie (VSDAR) die Laser-Operationen an. Die Eingriffe dürfen nur von Fachärzten für Augenheilkunde vorgenommen werden. «Eine darüber hinaus gehende Spezialisierung ist angedacht, aber praktisch noch nicht umgesetzt», sagt Verbands-Präsident Omid Kermani. Deswegen warnt er auch vor so genannten Hobby-Operateuren.
Bei Sabine Kreis ist die Operation gut verlaufen. Anfänglich litt sie noch unter Lichtempfindlichkeit und trockenen Augen. Aber schon am Tag nach der Operation freute sie sich über die wiedergewonnene Lebensqualität. «Ich bin morgens aufgewacht und habe mich über die geblümten Vorhänge in unserem Schlafzimmer gefreut. Die konnte ich ja ohne Brille nie sehen.»
Moderne Chirurgie behandelt Sehschwächen in Minutenschnelle / Schmerzfreier Eingriff
Artikel aus der Serie "Augenleiden: Chancen in der Therapie / Erste Folge", veröffentlicht am 02.09.2003 in den Westfälischen Nachrichten
Wenn morgens der Wecker klingelt, tasten viele auf dem Nachttisch nach ihrer Brille. Julia Roberts und Cindy Crawford, Brad Pitt und Tiger Woods ist es so ergangen. Sie alle haben davon geträumt, endlich wieder scharf ohne Hilfsmittel zu sehen.
Ihre Sehschwäche ist in wenigen Minuten per Laser-Operation beseitigt worden. Von diesem Verfahren können viele Betroffene profitieren, denen es lästig ist, auf Brillen oder Kontaktlinsen angewiesen zu sein. Im "Zentrum für Refraktive Chirurgie Münster" bietet ein Ärzteteam seit Jahresbeginn die in anderen Ländern schon etablierte so genannte LASIK (Laser in situ Keratomileusis - wobei Keratomileusis "Modellierung der Hornhaut" bedeutet) an, Weit und Kurzsichtige im Bereich zwischen +4 und -10 Dioptrien sowie Patienten mit einer Hornhautverkrümmung können nach einem solchen ambulanten Eingriff wieder - scharf sehen. "Die Wirkung ist so, als ob das Brillenglas in die Hornhaut eingeschliffen wird", bringt Dr. Jörg Koch das Verfahren auf den Punkt. Für Menschen, die ihre Kontaktlinsen nicht mehr vertragen, die aus beruflichen - Gründen etwa Köche oder Dachdecker - keine Brille tragen können oder schlichtweg aus kosmetischem Empfinden darauf verzichten wollen, eignet sich die LASIK-Methode. Dabei wird ein hauchdünnes Scheibchen ("Flap") der obersten Hornhautschicht des Auges weggeklappt. Anschließend modelliert der Laser die Hornhaut auf den tausendstel Millimeter genau nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten. Zu guter Letzt wird der Flap wieder wie ein körpereigenes Schutzpflaster über die behandelte Stelle gelegt. Dieser Eingriff dauert nur gut eine Minute und verläuft schmerzfrei. Etwa 80 000 Menschen unterziehen sich in Deutschland pro Jahr dieser kurzen Prozedur.
"Die Erfolgsaussichten der LASIK-Methode sind hoch", meint Dr. Suphi Taneri. Gleichzeitig seien die Risiken und Nebenwirkungen gering. Trotzdem möchte der Mediziner keine falschen Hoffnungen wecken: "Am wichtigsten bei dieser Behandlung sind das intensive Vorgespräch mit dem Patienten und die vorbereitenden Untersuchungen. Denn jedes Auge ist einzigartig, und so muss gründlich abgeklärt werden, ob diese Behandlung überhaupt in Frage kommt", stellt Taneri klar. Für besonders stark Kurz- und Weitsichtige sei sie nicht sinnvoll. Bereits einen Tag nach dem Eingriff kehren die Patienten wieder in ihren normalen Alltag zurück - nur mit ganz anderer Lebensqualität - ohne Brille.
Einziger Haken der refraktiven Laserbehandlungen: Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen die Kosten nur in Ausnahmesituationen. Sie bezahlen stattdessen die Gebühr für die Voruntersuchung. Private Versicherer erstatten die Vor- und Nachsorgekosten sowie oft einen Teil des Betrags für die Operation. Die Behandlung beider Augen kostet insgesamt etwa 4000 Euro.

Laser-Eingriff ermöglicht verschiedene Korrekturen / Premiere in Münster
Artikel von Martina Döbbe in den Westfälischen Nachrichten vom 31.05.2003

Zwölf Meter hoch ragte das Gerüst. Es regnete, es war rutschig, die Brille beschlug - und der Arbeiter trat einen Schritt ins Leere. "Er konnte in dem Moment nicht klar sehen", erläutert Dr. Suphi Taneri. Der Mann hat den Sturz überlebt, schwer verletzt. Und war später Patient im Zentrum für Refraktive Chirurgie Münster. Seine Sehschwäche wurde operativ beseitigt: "Er benötigt keine Brille mehr", schildert Dr. Taneri das Ergebnis. Seit fünf Monaten wird im Haus der Hohenzollern-Klinik dieses laserchirurgische Verfahren angeboten: Kurz- und auch Weitsichtige, Patienten mit einer Hornhautverkrümmung können nach diesem ambulanten Eingriff wieder scharf sehen: "Ohne Brille, ohne Kontaktlinsen", ergänzt Dr. Jörg Koch. Und bringt das Verfahren auf einen Punkt: " Die Wirkung ist so, als ob das Brillenglas in die Hornhaut eingeschliffen wird."
Als "in Münster und im Münsterland bisher einmalig" bezeichneten die Augenmediziner gestern bei einem Pressegespräch dieses "Lasik"-Spezialverfahren. Deutschlandweit unterziehen sich jährlich etwa 80 000 Patienten diesem Eingriff, in Münster wurden seit der "Premiere" am Jahresanfang etwa 80 Männer und Frauen operiert.
Doch das Team, zu dem auch Prof. Dr. Daniel Pauleikhoff, Prof. Dr. Arnd Heiligenhaus und Dr. Albrecht Lommatsch zählen, möchte keine falschen Hoffnungen wecken. "In intensiven Vorgesprächen und Untersuchungen muss zunächst abgeklärt werden, ob für die Augen des jeweiligen Patienten dieses Verfahren überhaupt in Betracht kommt." Denn das sei nicht immer der Fall. Und: "Der Patient muss aus sich heraus den Wunsch haben, er darf nicht überredet werden", sind sich Dr. Taneri und Dr. Koch einig.
"Menschen, die viel unter freiem Himmel arbeiten, empfinden die Möglichkeit, dies ohne Brille zu tun als große Erleichterung. Ebenso Sportler", berichten die Ärzte. Andere Menschen finden sich ohne Brille einfach schöner. "Es gibt verschiedene Gründe für eine Entscheidung."
Die gesamte Operation dauert nur wenige Minuten, das Auge wird in der Zeit mit Tropfen betäubt und mit einem Lidhalter offen gehalten. Der Patient nimmt vor und nach dem Eingriff je eine halbe Beruhigungstablette. "Er ist aber die ganze Zeit für uns ansprechbar", betonten die Ärzte.
Wer sich zu einem solchen Eingriff entschließt, der muss ihn allerdings aus eigener Kasse zahlen, wenn er bei einer der gesetzlichen Krankenversicherungen Mitglied ist. Private Kassen beteiligen sich allerdings oftmals an den Kosten, die für die Behandlung beider Augen bei rund 4000 Euro liegen.
„Gefährliche Laseroperationen an den Augen“. So titelte die Fernsehsendung Monitor und verunsicherte damit viele Menschen, die eine Fehlsichtigkeitsbehandlung für sich erwägen oder auch schon behandelt sind. Da von unseren Patienten wiederholt besorgt nachgefragt wurde möchten wir nun auch hier dazu Stellung nehmen:
In dem Fernsehbeitrag wird ein junger Familienvater als Negativ-Beispiel präsentiert: Er mache sich schwere Vorwürfe, weil er nach einer misslungenen Fehlsichtigkeitsbehandlung vor 3 Jahren nachts nicht gut sehen könne und geblendet sei. Das Interview mit dem behandelnden Augenchirurgen wirkt stark gekürzt. Ein Physiologe äußert sich zum Thema Nachhaltigkeit der Schäden an der Hornhaut nach Augelaseroperationen. Anschließend weist ein Universitätsprofessor dramatisch darauf hin, dass das, was weg sei von der Hornhaut, für immer verloren sei.
Quasi als Beweis für die Gefährlichkeit der Methoden werden Studien aus den USA angeführt, die belegen würden, das 18% aller behandelten Patienten eine Zweitoperation bräuchten, bzw. in 27% der Fälle die behandelten Patienten auch nach der Behandlung eine Brille tragen müssten und in 30% der Fälle die Patienten durch erhebliche Nachtsehstörungen und Blendung geschädigt seien. Schließlich wird moniert, das im wettbewerbsbedingten Werbefeldzug der Augenlaserzentren in Hochglanzbroschüren nicht zu haltende Erwartungen geweckt würden und nicht ausreichend über die Risiken der Behandlung informiert würde.
Hierzu möchten wir folgendes sagen:
Das Schicksal des unglücklichen Patienten (der im Übrigen ohne Brille auftrat) ist sicher bedauernswert. Es ist noch nicht einmal die schlimmste mögliche Komplikation! Auch wenn ernsthafte Komplikationen extrem selten sind und gerade die Lasereingriffe an der Hornhaut im Vergleich mit anderen Operationen im Inneren des Auges als risikoarm gelten, kann das Risiko niemals null sein. Über diese im Grunde selbstverständliche Tatsache wird jeder unserer Patienten auf Informationsveranstaltungen und im persönlichen Gespräch mit den behandelnden Ärzten hingewiesen und erklärt schriftlich sein Einverständnis.
Die Erfolge der Lasermethoden zur Fehlsichtigkeitsbehandlung werden aufgrund von nicht näher beschriebenen „Studien aus den USA“ in Frage gestellt. So wird etwa erwähnt, dass den Studien zu Folge immerhin in 18% der Fälle ein zweiter Eingriff notwendig sei, 27% der Behandelten auch nach der Behandlung eine Brille tragen müssten und 30% der Patienten über erhebliche Nachtsehstörungen und Blendungsbeschwerden klagen würden.
Dies ist keine seriöse Berichterstattung: bei inzwischen mehreren Millionen behandelten Patienten gibt es eine Vielzahl von Studien mit erheblich besseren Resultaten. Gründe dafür mögen zum einen in der rasanten Fortentwicklung der Technik liegen. So ist beispielsweise die erwähnte Blendung vor wenigen Jahren noch ein großes Manko gewesen. Durch geschicktere Steuerung des Hornhautabtrags bei den heutigen Lasern ist dies heute viel seltener ein Problem. Insgesamt haben die unerwünschten Nebenwirkungen deutlich nachgelassen, seitdem man die extrem stark Fehlsichtigen nicht mehr mit dem Laser behandelt, sondern nur Patienten zwischen maximal +5 und -10 Dioptrien. Dadurch ist auch die Nachbehandlungsrate gesunken.
Eine Nachbehandlung ist aber auch nicht mit dem Scheitern des ersten Eingriffes gleichzusetzen. Es ist gerade ein Vorteil der LASIK, das eine Feinkorrektur relativ einfach durchgeführt werden kann, so dass wir dies manchmal in Absprache mit dem Patienten gezielt schon im Vorfeld planen.
Die hohe Zahl der nach wie vor notwendigen Brillenkorrektur, die zitiert wird, ist vermutlich auch darauf zurückzuführen, dass bei älteren Menschen auch nach einer Augenlaseroperation die Notwendigkeit zum Tragen einer Lesebrille besteht – genau wie bei einem von Natur aus Normalsichtigem gleichen Alters. Es ist wichtig klarzustellen, dass es bei der LASIK nicht darum geht, Normalsichtige von der Lesebrille zu befreien.
Schließlich gab es noch die Warnung vor eventuellen Spätschäden. Die Ausdünnung der Hornhaut durch den Laser würde möglicherweise dazu beitragen, dass es zu einer krankhaften „Ausbeulung“ kommen könne, die dann im Endstadium die Hornhautverpflanzung notwendig machen könne.
Hierzu ist folgendes anzumerken. Natürlich kann es bei einer stark verdünnten Hornhaut zu einer derartigen Spätveränderung kommen. Dies aber nur, wenn entweder die Restdicke der Hornhaut erheblich zu dünn ist oder aber wenn eine krankhafte Veranlagung besteht. Hier hat man aus Fehlern der Anfangsjahre gelernt und belässt heute mehr unbehandelte Hornhautdicke. Die moderne Diagnostik erlaubt krankhafte Hornhautveränderungen, wie einen Keratokonus, in einem Stadium zu erkennen, in dem der an einem Lasereingriff Interessierte noch keine Symptome hat – und ihn dann von einer Behandlung an der Hornhaut auszuschließen. Damit ist das Risiko einer Ausbeulung der Hornhaut durch die moderne Augenchirurgie auf ein absolutes Minimum reduziert. Alternative Methoden schließen die Implantation von Linsen oder aber die Kombination von Lasertechnik und Linsenimplantation ein.
Zusammenfassend können wir festhalten, dass es gibt kein chirurgisches Verfahren ohne Risiken gibt. Das gilt auch für die Augenlaserbehandlungen. Entscheidend ist es, durch eine eingehende Voruntersuchung Interessierte so verantwortungsvoll zu filtern und zu beraten, dass das Risiko minimiert wird. Dann ist die Erfolgsrate der Augenlasertechnik heute bei vertretbaren möglichen Komplikationen sehr überzeugend. Die allermeisten der behandelten Patienten sind zufrieden und würden sich wieder einer LASIK unterziehen. Komplikationen früherer Behandlungen können heute vermieden oder zumindest zum Teil mit den Möglichkeiten, die eine moderne, so genannte aberrationsgesteuerte Behandlungen eröffnen, korrigiert werden.
Bitte zögern Sie nicht, uns mit Ihren noch offenen Fragen anzusprechen.
Dr. Suphi Taneri
Zentrum für Refraktive Chirurgie Münster