Linsentausch – nicht nur bei Grauem Star

Bei sehr starker Fehlsichtigkeit kommen Augenlaser-Verfahren wie LASIK oder SMILE an ihre Grenzen. Eine Alternative stellt der Austausch der natürlichen Augenlinse dar. Dies kann auch sinnvoll sein, wenn noch kein Grauer Star vorliegt.

Linsentausch – für alle Fälle Das Verfahren im Überblick


Wie funktioniert der Linsentausch? Ablauf und Technik


Egal ob Linsentausch oder ein anderes Verfahren: Vor jeder Behandlung findet eine umfangreiche Vorbereitung statt. Eine erste Einschätzung ist unkompliziert und schnell online möglich. Beim ersten Beratungstermin führen wir verschiedene apparative Untersuchungen inklusive Topografie Ihrer Augen durch. Damit können wir Ihre individuellen Erfolgsaussichten, aber auch mögliche Nebenwirkungen genauer einschätzen. Dabei nehmen wir uns reichlich Zeit für Ihre Fragen. Zusätzlich erhalten Sie von uns ausführliches Informationsmaterial zu Ihrer Behandlung. So schaffen wir die perfekte Basis für Ihre Entscheidung.

Ein Linsentausch erfolgt bei einem Grauem Star (Katarakt ist die häufigste Operation weltweit). Auch darüber hinaus gibt es sinnvolle Einsatzbereiche. Es muss also nicht in jedem Fall eine Linsentrübung vorliegen. Wenn jedoch bereits eine beginnende Linsentrübung zu erkennen ist, kann das Verfahren sinnvoller sein als Alternativen.
So wird das Verfahren eingesetzt, wenn bereits eine Einschränkung der Fähigkeit des Auges, sich auf die Nähe einzustellen (Alterssichtigkeit), vorliegt. Dies ist in der Regel erst ab dem 45. Lebensjahr der Fall.
Gegenüber anderen Verfahren zur Behandlung von Fehlsichtigkeit hat der Linsentausch einen Nachteil. Durch den Tausch der körpereigenen Linse verliert das Auge die Funktion der Naheinstellung, die aber auch die natürliche Linse ab dem 45. Lebensjahr nicht mehr hat. Darum empfehlen wir den Linsenaustausch in der Regel nicht vor dem 45. Lebensjahr.
Die Vielzahl an Linsen ermöglicht eine optimale Anpassung an die Gegebenheiten. So sind die Untersuchungsergebnisse genauso Grundlage für die Entscheidung wie Ihre individuellen Wünsche. Im Wesentlichen lassen sich drei Kategorien unterscheiden:

  • Monofokale / asphärische Linsen
  • Torische Linsen bei hoher Hornhautverkrümmung
  • Multifokale / Trifokale Linsen für gutes Sehen in der Nähe und Ferne ohne Brille

Beim Linsentausch wird die körpereigene Linse entfernt. In der bleibenden unversehrten Linsenkapsel wird die künstliche Linse eingesetzt. Dieser Vorgang wird durch einen kleinen Schnitt (2,5 mm) möglich und erfolgt in einer schonenden Kurznarkose. So entsteht auch für ängstliche Patienten kein Stress.
In den ersten Stunden danach kann ein Fremdkörpergefühl eintreten. Auch ein zeitweises Augenbrennen ist möglich.